Kornnatter Haltung, Kornnatter kaufen

Die Sandboa

(Eryx clobrinus loveridgei)
Sandboa lat Eryx clobrinus loveridgei Haltungsbedingungen

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Herkunft:

Das Hauptverbreitungsgebiet der Sandboa liegt in Kenya und Tansania. Die Schlangen sind dort in sehr trockenen Gebieten im Landesinneren zu finden.



Größe:

Die Sandboa zählt zu den Riesenschlangen. Adulte Tiere erreichen eine Größe von bis zu 80 cm. Wobei der Durchschnitt zwischen 50 cm und 70 cm liegt.



Terrarium:

Zur Haltung von 1-2 Sandboas, raten wir zu einem Terrarium mit den Maßen 100 x 50 x 50 cm. Bei der Auswahl des Bodensubstrats sollte darauf geachtet werden, dass dieses trocken ist. Da sich Sandboas ein Großteil ihres Lebens unter dem Bodensubstrat aufhalten und auch aus diesem ihre Beute Schlagen. Es empfiehlt sich Sand oder die aus dem Verbreitungsgebiet der Sandboa stammende rote Erde des Tsavo-Gebietes. Eine Haltung auf feinem Weichholzeinstreu, ist ebenfalls möglich. Das gewählte Substrat sollte in jedem Fall 5-10 cm hoch im Terrarium eingestreut werden.

Die Sandboa benötigt keine hohe Luftfeuchtigkeit, lediglich unterstützend zu der Häutung, kann eine Wetbox oder eine feuchte Ecke im Terrarium zur Verfügung gestellt werden. Um der Schlange das Abstreifen von Hautresten zu ermöglichen kann auch ein Schwamm oder ein feuchtes Handtuch angeboten werden.

Die Einrichtung kann spartanisch und wüstenartig ausfallen. Da die Tiere selten beim Klettern beobachtet werden, sind Äste nicht zwingend notwendig. Lediglich für die jungen Tiere können Äste zum Klettern bereitgestellt werden. Als artgerechte Dekoration eigenen sich Steine und Felsen. Frisches Wasser sollte immer in einem geeigneten Gefäß bereitgestellt werden. Bei der Wahl des Wasserbehälters ist zu berücksichtigen, dass dieser nicht zu tief ist, jedoch ausreicht, um der Sandboa ein Bad zu ermöglichen.

Die Temperatur im Terrarium sollte, wie auch in der natürlichen Umgebung, zwischen 28 und 40 °C betragen. Sie kann bestenfalls durch einen Wärmespot erreicht werden. Wie bei fast allen Reptilien und Schlangen sollte ein Temperaturgefälle im Terrarium geschaffen werden, damit die Tiere auf entsprechend wärmere bzw. kältere Plätze ausweichen können. Die Temperatur in der Nacht sollte nicht unter 24 °C sinken. Je nach Zimmertemperatur ist über den Einsatz einer Heizmatte bzw. eines Heizkabels während der Nacht nachzudenken.

Die Sandboa ist eine Dämmerungsaktive Schlange und ist über den Tag nur selten zu sehen, da sich diese im Bodensubstrat vergräbt. Wenn man genau hinschaut, kann man jedoch meist die Nasenspitze der Sandboa, die aus dem Bodensubstrat ragt, erkennen. In der Dämmerungsphase wird die Boa aktiv und geht auf Beutejagd, welche im Gegensatz zu anderen Schlangen sehr spektakulär zu beobachten ist.
 

Fütterung:

Das Beuteschema der Sandboas umfasst Mäuse, junge Ratten, Hamster, Hühnerküken sowie Geckos und andere Echsen. Im Gegensatz zu anderen Schlangen empfehlen wir Sandboas im Terrarium zu füttern, da diese aus dem Bodengrund heraus jagen und meist nicht an der Oberfläche aufzufinden sind. Ein „Ausgraben“ der Tiere ist somit mit Stress für die Tiere verbunden, was zur Einschränkungen der Gesundheit führen kann.



Fortpflanzung:

Für die Verpaarung der Sandboas, sollte das weibliche Tier ein Gewicht von ca. 300g aufweisen. Die Nachzucht der Sandboas gestaltet sich nicht als allzu schwierig.

Eine richtige Winterruhe ist nicht durchzuführen. Hierbei genügt die stufenweise Reduzierung der Beleuchtungsdauer um 2 Stunden. Da in den Wintermonaten die Zimmertemperatur meist um 2-3 C° niedriger ist, genügen die beschriebenen Maßnahmen vollkommen. In der natürlichen Umgebung der Sandboas gibt es keinen Winter, die Temperaturen sind weitestgehend konstant.

Die Paarung der Tiere kann nur selten beobachtet werden, deshalb sollte man nach etwa 3 Monaten nach zusammensetzen der Tiere das Terrarium ständig und gründlich auf Nachzuchten kontrollieren. Sandboas sind lebendgebärend.

Die Aufzucht der jungen Sandboas ist relativ einfach. Die jungen Schlangen können in einer kleinen Box, welche lediglich mit einem grabfähigen Bodensubstrat gefüllt sind, sowie einer Wasserschale, aufgezogen werden. Bei einer Temperatur von 28-30 °C und einer Nachtabsenkung von 3 C° ist keine zusätzliche Befeuchtung notwendig, da das Verdunsten des Wassers für die notwendige Luftfeuchtigkeit sorgt.

2-3 Tage nach der ersten Häutung können die kleinen Sandboas das erste Mal gefüttert werden. Hierfür eignen sich Babymäuse. Bei der ersten Fütterung muss die Schlange in den meisten Fällen etwas animiert werden. Die Schnauze der Schlange kann mit dem Futter leicht angestupst werden oder das Futter davor etwas mit der Pinzette bewegt werden. Nach wenigen Fütterungen fressen die Sandboas meist schon selbstständig und es genügt das Futter auf dem Bodengrund in der Nähe der Schlange abzulegen.
 


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